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    MUSEUM FÜR FOTOGRAFIE

    GRAZ

     

    Projektübung | Institut für Gebäudelehre

    WS2014/15 | TU Graz

     

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    Ist Fotografie ein Objekt oder ein Bild, oder
    ist Fotografie eine Art des Sehens?

    -Zoe Leonard-

  • 1 Museum für Fotografie Vis
  • 2 Museum für Fotografie Vis
  • 3 Museum für Fotografie Vis

  •  Zugang und Herangehensweise

    Die Aufgabe ein ausschließlich der Fotografie gewidmetes Museum zu schaffen, fordert eine gezielte Antwort, welche diesen Inhalt durch die Architektur spürbar, erlebbar und wahrnehmbar macht.
    Das Wesen und das Konzept des Musuems für Fotografie sollte daher in Bezug zu dem eigentlichen Thema der Fotografie und der Ausstellung von Fotografie treten, um seinem Inhalt auch gerecht zu werden. Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit diesen Themen ist somit ein zentraler Punkt in der Konzeption. Die Essenz dieser Auseinandersetzung sollte am Ende am Raum, Material, Licht oder schlichtweg an der Architektur erkennbar, jedoch vor allem spürbar sein.

    Fotografie - „Malen mit Licht“. Dieser Ausdruck des „malen mit Licht“ sagt viel über die Bedeutsamkeit aus, welche dem Akt des Fotografierens unter anderem zugemessen wird. Der Anspruch, die Fotografie über das einfache „Fotoknipsen“ zu stellen, macht sie in ihrer höchsten Form zur Kunst. Ein an sich kaum wertvolles Stück Papier wird hier als zweidimensionaler Träger aufgeladen mit Bedeutung und Tiefe, es bekommt eine vollkommen neue und höhere Wertigkeit. Die an sich für die Fotografie scheinbar charakteristisch bindende Zweidimensionalität wird durch diesen Inhalt, welchen das Bild an sich darstellt, gesprengt und zu einem vielschichtigen Wahrnehmungserlebnis.

    Ob nun als Ehrfurcht erzeugendes elitäres Kunstwerk, welches Unnahbarkeit und Unerreichbarkeit suggeriert, oder als nahbares Medium, das kaum Berührungsängste hervorruft, das Grundprinzip bleibt dasselbe: Um Fotografie auszustellen bedarf es des Bildes selbst, eines Trägermaterials, des Lichts, um das Exponat für den Betrachter wahrnehmbar zu machen und für ein geschütztes und kontrolliertes Erleben den Raum oder Weg für Betrachter und Werk.

     

     

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    Entwurfskonzept

    Reduziert man das Grundlegende der Fotografie und der Ausstellung dieser auf seine Essenz, so lassen sich vier wesentliche Elemente für das erlebbar machen der Fotografie auf musealer Ebene bestimmen.

    Das Bild. 
    Der Träger.
    Der Raum/Weg.
    Das Licht.

    Durch die radikale Reduktion und sektionale Schichtung dieser Themen wird das Grundkonzept für den Entwurf vorgegeben. Mit dem Einbringen verschiedener Haltungen und den damit einhergehenden Ausstellungsformen der Fotografie gegenüber, fließt eine ins Räumliche übersetzte Dualität in die Konzeption des Gebäudes mit ein.
    Differenziert wird hier zwischen dem Foto als Kunstwerk mit hochschwelligen Zugang und dem Foto als Medium zur Vermittlung von Inhalten oder Konzepten mit niederschwelligen Zugang. Zwei kontrastierend Raumschichten werden daraus geschaffen welche diese Auffassungen und Potenziale gegenüberstellen. Wie in der Fotografie lebt die Gesamtheit dieses architektonischen Entwurfs von dem Kontrast, von hell und dunkel, von positiv und negativ.

  • Grundriss Museum
  • Schnitt Museum
  • 1 Ansicht Museum
  • 2 Ansicht Museum
  • 3 Ansicht Museum