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    EISHALLE GRAZ LIEBENAU

     

    Entwerfen Spezialisierter Themen
    Institut für Tragwerksentwurf
    2013 | TU Graz


  • AUSGANGSSITUATION

    Graz erhielt gemeinsam mit Schladming den Zuschlag für die Austragung der SPECIAL OLYMPICS Weltwinterspiele 2017! Aus diesem Anlass soll die Eishalle in Graz Liebenau erneuert werden, um unter Berücksichtigung verschiedenster Vorgaben und Notwendigkeiten den Vorgaben dieser Veranstaltung entsprechen zu können! Dabei können die Reaktionen von einem Abriss und Neubau bis zur Sanierung bzw. Eingliederung der Freieisfläche reichen!

    KONZEPT

    Die Attribute Dynamik, Geschwindigkeit, Kraft und Eleganz bestimmen den Eissport. Diese beeindruckende Bewegung von Körpern, die auf hauchdünnen Kufen über die Eisfläche gleiten, sollte sich auch direkt in der Konzeption der Eishalle wiederspiegeln. Geprägt von diesem Gefühl entstand so ein dynamisch geformtes Volumen von schlichter Eleganz, das über der Grundfläche des Bauplatzes schwebt. In einem weiteren Schritt wurde dem Baukörper ein zweites Volumen zur Kollision gegenübergestellt.

    Die zwei kollidierenden Baukörper bieten so Platz für die geforderte Nebenhalle und die größere Haupthalle mit 6000 Besucherplatzen. Zwischen den 2 Hallen enststeht durch das Aufeinandertreffen der beiden Baukörper ein zweiseitig nutzbarer Eingangsbereich, mit funktionalen Bereichen sowie Verteilerebenen für das Publikum.

    Um das Konzept der gleitenden Körper zu stärken, sollen die 2 verschränkten Baumassen möglichst massiv wirken und auf einer möglichst leichten „Kufe“ ruhen. Daher werden die Baukörper in Faserzementplatten ausgeführt, wärend der schmale zurückgesetzte Sockel komplett in Glas gehalten ist.

     

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    STÄDTEBAU

    Das Grundstück ist in unmittelbarer Nähe zum Fußballstadion gelegen und wird sowohl von Zuggeleisen, als auch von Straßen begrenzt. Das Gebäude wird so ausgerichtet, dass zwei gleichwertige Eingangsmöglichkeiten mit Vorplatz entstehen, sodass sowohl Zuschauer die mit der Bahn, über den Fußweg nahe den Geleisen oder über die östlich gelegene Straße ankommen, unmittelbar aufgenommen werden können. Neben den Haupteingängten für Zuschauer gibt es im Norden und Süden separierte Zugange zu den dort angeordneten Kabinenbereichen. Die Tiefgarage soll mit der des Fußballstadions verknüpft werden, damit eine gemeinschaftliche Nutzung möglich ist.

    TRAGWERK

    Die großen Spannweiten der Halle werden mit Stahlträgern überbrückt welche aus ausgesteiften Hohlkörpern konstruiert sind. Diese ruhen auf zwei Reihen von Stahlstützen und kragen an beiden Enden aus. An diesen Auskragunen werden die über der gläsernen Zäsur schwebenden Gebäudeteile abgehängt, sodass die Höhe der Hauptträger reduziert werden kann. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt mittels zwischen den Stützen angeordneten Wandscheiben.